Informationen rund um das Thema Hanf

Cannabis

Cannabis ist der botanische Name der Hanfpflanze und umfasst umgangssprachlich die aus Hanf hergestellten berauschenden Drogen Marihuana und Haschisch. Die berauschende Wirkung von Cannabis ist bedingt durch den psychoaktiven Hauptbestandteil Tetrahydrocannabinol (THC).
Nur mit Cannabis sativa und Cannabis indica ist es möglich, beim THC-Gehalt die Grenze von 0,3% zu überschreiten. Sorten die unter dieser Grenze bleiben werden als Nutzhanf bezeichnet.
Cannabis kann unter anderem halluzinogen wirken, was sich meist in Form von leichten Wahrnehmungsveränderungen bei Farben, Formen, Geräuschen sowie der Zeitwahrnehmung äußert.

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Droge

Als Droge gilt lt. WHO jeder Wirkstoff, der in einem Organismus Veränderungen hervorrufen kann. Zu den am weitesten verbreiteten Drogen gehören u. a. Alkohol, Nikotin und Cannabis.
Drogen werden als Rauschmittel bezeichnet, wenn sie zur Bewusstseinserweiterung, zur Rauschherbeiführung oder aus Suchtbedingten Gründen eingenommen werden. Sie bewirken eine Änderung der Aktivität der Nervenzellen in bestimmten Hirnregionen. Dadurch kommt es zu veränderter Wahrnehmung des eigenen Selbst und der Umwelt, die unter Umständen als angenehm empfunden werden kann.

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Genhanf

Genhanf ist eine, fälschlicherweise, umgangssprachliche Bezeichnung für Cannabis-Züchtungen, die einen hohen Gehalt an THC besitzen.
Hier wurden aber keine Gene manipuliert oder verändert. Vielmehr haben die Züchter neue Pflanzen durch geschickte Kreuzungen verschiedener wirkstoffreicher Sorten gezüchtet. Optimalen Wachstumsbedingungen unter Kunstlicht spielten sicher auch eine Rolle bei der Erhöhung des THC-Gehaltes auf teilweise über 20%. Konventionelles, in unseren Breiten angepflanztes Cannabis erreicht im Vergleich durchschnittlich 6%.
Versuche, künstliche Mutationen zu erzeugen, hat es zweifelsfrei gegeben. Die Methode konnte sich jedoch nicht durchsetzen und hat mit Genmanipulation im heutigen Sinne nichts zu tun. In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde dazu das stark krebserregende Gift Colchicin auf die Samen gesprüht. Im angewendeten Zusammenhang traten aber keine positiven Veränderungen auf.
Italienische Wissenschaftler kamen aufgrund ihrer missglückten Manipulationsversuche im Jahr 2002 zu dem Schluss, das Hanf gegenüber Genmanipulationen resistent sein soll.
Die Samenproduktion durch natürliche Selektion ist sowohl in Bezug auf den Ertrag, als auch auf die Stabilität einer Sorte, wirtschaftlicher und unkomplizierter.
Die immer wieder diskutierten Erhöhungen im THC-Gehalt auf mehr als 20% sind Spitzenwerte. Signifikante Veränderungen wurden in Bezug auf die Gesamtmenge an beschlagnahmten Cannabis-Produkten nie festgestellt. Die 2004 durch das Bundeskriminalamt sichergestellten Haschisch-Proben weisen bei fast zwei Dritteln einen seit Jahrzehnten gewöhnlichen THC-Gehalt (bis 8%) auf. Höhere THC-Gehalte als 18% werden in weniger als 1% aller Proben festgestellt. Die Daten für Marihuana sind ähnlich.
Zu tendenziell gleichen Ergebnissen kommt die EU-Agentur im selben Jahr. Sie sieht "keine Hinweise auf einen bedeutenden Anstieg des Wirkstoffgehalts" in den meisten europäischen Cannabismärkten vorliegen. Wenn für die Niederlande in diesem Zusammenhang ein leichter Anstieg der THC-Konzentration nachgewiesen wurde, dann hat das wohl eher mit wirtschaftlichen Gründen zu tun. In den Niederlanden dürfen Coffeeshops bis zu 5 Gramm Cannabis pro Kunde und Tag verkaufen. Da die Shops aber nur maximal 500 Gramm lagern dürfen, der Preis sich in der Regel nach dem Wirkstoffgehalt richtet, haben die Betreiber ein wirtschaftliches Interesse, möglichst wirkstoffreiche Produkte anzubieten. Dementsprechend züchte man für diesen Markt besonders THC-haltige Pflanzen.
Cannabisprodukte mit erhöhtem THC-Gehalt sind grundsätzlich nicht gefährlicher einzuschätzen als weniger THC-reiches Marihuana oder Haschisch. Da bis zum Eintreten des gewünschten Rauschzustands weniger konsumiert werden muss und es dadurch zu einer geringeren gesundheitlichen Belastung der Atemwege und der Lunge kommt. Beim Rauchen lässt sich die Wirkung im Allgemeinen recht gezielt dosieren. Gefahren bei der Dosierung zeigen sich dann eher bei der Aufnahme im Zusammenhang mit fettreichen Lebensmitteln.

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Hanf

Hanf ist eine der ältesten Kulturpflanzen und wird je nach Verwendungszweck, aufgrund des THC-Gehaltes, in Nutz- und Rauschhanf unterschieden.
Hanf wurde schon vor ca. 5000 Jahren (zuerst in China) zur Fasergewinnung angebaut. Erste Berichte über die Anwendung zu medizinischen oder rituellen Zwecken finden sich in der indischer Literatur vor etwa 2400 Jahren. Beschriebene Fälle bei denen Hanf Anwendung fand waren demnach Malaria, Rheuma oder Epilepsie.
Mit Bekannt werden der psychischen Wirkung im Europa des 17. Jahrhunderts, setzten zwei Betrachtungsweisen ein: Die französischen Literaten um Alexandre Dumas dem Älteren schätzten die bewusstseinsverändernden Eigenschaften. In England stand dahingegen die medizinische Anwendung im Vordergrund (Beruhigung, Anfalls- und Krampflinderung).
Bis zum Frühen 20. Jahhrhundert war Cannabis, gewöhnlich in Form von alkoholischen Extrakten, ein leicht verfügbares Medikament. Erst 1925 begann die Diskussion um ein Verbot von Cannabis. Schon ein paar Jahre später, Mitte der 30er Jahre begann die Verbannung der Nutzpflanze Hanf aus dem westlichen Kulturkreis. Die Holzindustrie, die Chemische Industrie und Teile der Landwirtschaft beeinflussten die öffentliche Meinung, was zu einem Verbot des Hanfanbaus in den USA führte. Obwohl in den meisten europäischen Staaten keine negativen Auswirkungen des Cannabis-Konsums bekannt waren, wurde Cannabis auf Drängen der gleichen Lobbyisten auch hier zu einer illegalen Droge erklärt.

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Haschisch

Haschisch besteht aus dem Harz der weiblichen Blüte der Hanfpflanze und ist eine Droge. Es wird meist geraucht, kann aber auch durch die Vermischung mit fetthaltigen Lebensmitteln dem Körper zugeführt werden.
Reines Haschisch ist bei gleichem Ausgangsmaterial potenter als Marihuana. In Deutschland ist es aber hauptsächlich als "Europlatte" verfügbar. In der Regel recht trocken und mittelbraun bis grün, enthält es dann oftmals Streckmittel wie Sand, Staub, Fett oder unpotente Pflanzenteile. Es ist daher in der Wirkung nicht wesentlich stärker als Marihuana.
Das Cannabisharz wird von den restlichen Pflanzenteilen durch Sieben getrennt. Das gewonnene Pulver wird meist zu Haschisch gepresst bzw. kommt in leicht gepresster Form als Skuff auf den Markt.
Traditionell kommt das meiste Haschisch aus Marokko. Nur etwa 30% kommen aus anderen Ländern und zunehmend auch aus Europa selbst.

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Indoor-Growing

Unter Indoor-Growing (Homegrowing oder Cannabisanbau Indoor) versteht man das Züchten von Cannabis in Innenräumen.
Dabei reicht die Spanne vom Homegrow für den Eigenbedarf bis zum plantagenartigen Anbau für den Schwarzmarkt. Der am Eigenbedarf orientierte Heimanbau umfasst wenige Pflanzen die zumeist in Growschränken kultiviert werden. Das Gegenteil dazu sind die großen, kommerziellen Plantagen, wo hunderte oder tausende Pflanzen für den Schwarzmarkt produziert werden.
Das Indoorgrowing konkurriert mit den klassischen Anbaumärkten der Welt. 2002 teilte die damalige rot-grüne Drogenbeauftragte Marion Caspers-Merk mit, dass "sich ein Großteil der deutschen Szene aus eigenem Anbau" versorgt.
Zur Zucht werden Samen bzw. Stecklinge verwendet. Samen haben dabei den Nachteil weibliche und männliche Pflanzen hervor zu bringen. Bei kommerziellen Plantagen werden daher Stecklinge von weiblichen Mutterpflanzen verwandt. So ist die Gefahr männliche Pflanzen in der Anlage stehen zu haben sehr gering.
Die Pflanzen werden in handelsübliche Blumentöpfe gesetzt und in der Wachstumsphase 18 h pro Tag mit Kunstlicht beleuchtet. Ist etwa die Hälfte der angestrebten Endhöhe erreicht, wird die Blüte eingeleitet, indem die Beleuchtungsdauer auf 12 h pro Tag verkürzt wird.
Die Ernte erfolgt, wenn die transparenten Harze milchig trüb bis braun werden. Anschließend werden die Pflanzen von den größeren Blättern befreit, getrocknet und fermentiert.

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Joint

Der Joint ist eine mit Cannabisprodukten und häufig auch Tabak gefüllte Zigarette. Er ist selbst gedreht, konisch und etwas größer als eine Zigarette. Der Wirkung ist durch die Menge und die Qualität (THC-Gehalt) des Cannabis unterschiedlich. Zum Drehen werden durch Länge, Breite und Beschaffenheit variierende Papiere verwandt.

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Kiffen

Das Kiffen (arab.: kaif = Wohlbefinden) meint umgangssprachlich das Rauchen von Cannabisprodukten, wie Marihuana oder Haschisch.
Untersuchungen belegen wie stark Cannabisprodukte auf Körper und Seele wirken. Dennoch nimmt die Zahl der Konsumenten dieser Droge stetig zu und das Durchschnittsalter der Erstkonsumenten ab. Da von THC, als Hauptwirkstoff im Cannabis, eine psychische Abhängigkeit ausgehen kann, sind vor allem Jugendliche mit labiler Persönlichkeit gefährdet. Die Gefahr als Erwachsener Schaden zu nehmen ist geringer, da deren Persönlichkeit im Allgemeinen stabiler ist.
Der Grat zwischen Genuss und Missbrauch ist bei einem Gelegenheitskiffenden schmal. Einen Richtwert nennen zu wollen, wäre falsch, da er individuell differenziert. Bei exzessivem Konsum gibt es eine Toleranzentwicklung, bei der die Menge gesteigert werden muss, um die gleiche Wirkung zu erfahren.
Um die Auswirkungen beurteilen zu können ist die Motivation des Einzelnen entscheidend. Es sollte aus Lust geschehen und nicht aus Frust, da Cannabis stimmungsmodulierend wirkt. Eine depressive Stimmung kann so verstärkt werden. Cannabis ist dadurch ungeeignet, Probleme zu klären bzw. sie in einem "dauerbreiten" Zustand verdrängen zu wollen.
Fest steht, dass es beim Drogenmissbrauch Entwicklungsstufen gibt, auch wenn es beim Kiffen nicht unabwendbar zum nächsten Missbrauchsstadium führt. ...und jeden Kiffer mit einem Junkie auf eine Ebene zu stellen, wie es des Öfteren in der Argumentation der Gegner des Cannabiskonsums geschieht, ist ungerechtfertigt.
Die in Kifferkreisen verbreitete Meinung, dass ein Joint gesund ist kann nicht bestätigt werden. Der Rauch eines Joints hinterlässt eine sehr viel größere Menge an Teer in der Lunge, als der Rauch einer "normalen" Zigarette.
Die 60 verschiedenen Wirkstoffe in der Hanfpflanze werden als Cannabinoide bezeichnet. Sie können trotzt ihrer Wechselwirkung leicht psychoaktiv, halluzinogen und beruhigend wirken. Während Marihuana eher euphorisierend wirkt, wirkt Haschisch eher dämpfend. In jedem Fall wird aber die Aufmerksamkeit und Konzentration verringert. Auch werden die Gedächtnisleistung und das Zeitgefühl beeinflusst.
Es kann während des Cannabiskonsums zu veränderten Wahrnehmungen kommen. Die von "Hören" und "Sehen" von Tönen bis hin zu Halluzinationen reichen. In der Konsequenz können sekundäre Ängste ausgelöst werden, die sich bis zum Wahn steigern.
THC und Alkohol haben zusammen eine additive Wirkung. Während das Kiffen die Informationsverarbeitung verzerrt und Übelkeit lindert, hat Alkohol eine dämpfende Wirkung. Erbrechen ist die natürliche Reaktion des Körpers, sich giftiger Substanzen zu entledigen. Wenn der Brechreiz unterdrückt wird, wie das bei Cannabiskonsum der Fall ist, können gefährliche Alkoholmengen im Körper bleiben, was eine Alkoholvergiftung zur Folge haben kann.

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Marihuana

Marihuana (selten Marijuana) bezeichnet die getrockneten, weiblichen Blütenstände der Hanf-Pflanze und nimmt Bezug auf ihre Zweihäusigkeit. Dabei ist es begrifflich ein Wortspiel aus Maria und Juana.
Marihuana wird üblicherweise in Joints, aber auch in Pfeifen oder speziellen Wasserpfeifen (Bongs) geraucht.
Das in Deutschland auf dem Markt befindliche Marihuana wird wahrscheinlich hauptsächlich im Inland unter Kunstlicht angebaut.

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Outdoor-Growing

Unter Outdoor-Growing (Guerilla-Growing oder Cannabisanbau Outdoor) versteht man das Züchten von Cannabispflanzen im Freien.
Dabei reicht die Spanne von der einzelnen Pflanze im eigenen Garten bis zum versteckten kommerziellen Anbau. Beim "privaten" Anbau geht es um die Eigenversorgung. Hier sollen die Gefahren des Schwarzmarktes ausgeschlossen, sowie die Qualität kontrolliert werden. Der permanente Preisanstieg ist ein weiterer Grund für die wachsende Zahl der Konsumenten, die ihre Droge selbst anbauen. Beim kommerziellen Anbau geht es um die Bedienung des Schwarzmarktes.
Bei der Standortwahl spielen die Bodenqualität, der Abstand zum Grundwasser, die Gefährdung durch Wildfraß, die Verschattung und die schwere Zugänglichkeit für Andere eine Rolle.
Die Pflanzenanzucht beginnt meist noch im Gebäude aus Samen bzw. Stecklingen einer Mutterpflanze. Nach den Eisheiligen, wenn die Jungpflanzen stabil genug sind beginnt die Auspflanzung.
Die Pflege beschränkt sich im Sommer auf die Wässerung bei Trockenheit, die Freistellung von Wildaufwuchs und die Düngung zur Verbesserung der Blühfähigkeit. Im Herbst nach der Ernte werden die Pflanzen von den größeren Blättern befreit, getrocknet und fermentiert.

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Roter Libanese

Roter Libanese besteht aus rotbraunem, sehr harzigem Haschisch und kommt aus dem Libanon.
Die Pflanzen werden erst geerntet, wenn die Harzdrüsen voll ausgereift sind und eine goldrote Farbe angenommen haben. Zur Gewinnung des Harzes werden die Pflanzen abgeklopft und die gelösten Harzdrüsen dann gepresst.
Durch den Nahost-Konflikt ist dieses Haschisch nur noch in geringen Mengen auf dem Markt.

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Schwarzer Afghane

Schwarzer Afghane besteht aus schwarzem, harzreichem Haschisch und kommt aus Afghanistan.
Seine Farbe erhält das Haschisch durch das Abreiben des Harzes von der wachsenden Pflanze. Das anfänglich grüne Harz wechselt durch langes Kneten seine Farbe ins Schwarze.

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THC

Tetrahydrocannabinol (THC) ist der Hauptwirkstoff in Cannabis.
Besonders reich an THC sind dabei die unbefruchteten weiblichen Blütenstände. Die restlichen Pflanzenteile bzw. der Samen haben einen geringeren bzw. gar keinen THC-Gehalt.
THC-haltiges Material wird in Zigarettenform (Joint) oder in Pfeifen, jeweils unter Verwendung von Haschisch oder Marihuana pur oder gemischt mit Tabak geraucht. Außerdem kann THC auch durch Beimischung in fettreichen Nahrungsmitteln konsumiert werden.

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